Die Universität Würzburg wurde – nach einem wenige Jahre bestehenden Vorläufer zu Beginn des 15. Jahrhunderts – 1582 durch Fürstbischof Julius Echter begründet. Gedruckte Vorlesungsverzeichnisse in unserem heutigen Sinne gab es in den ersten beiden Jahrhunderten nicht. Die Abfolge der Vorlesungsverzeichnisse setzt mit dem Jahr 1785 ein, von da an erschienen regelmäßig die entsprechenden Unterlagen.

Vorlesungsverzeichnisse sollen natürlich primär die Lehrveranstaltungen ankündigen, geben aber auch Auskunft über das beteiligte Personal, die Strukturierung der Universität sowie ihrer Institute und vieles mehr. Zeitweise finden sich in den Würzburger Vorlesungsverzeichnissen bereits Personal- und/oder Studierenden-Verzeichnisse, ab 1830/31 wurden diese getrennt geführt.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Titeländerungen der Würzburger Vorlesungsverzeichnisse wider. Das erste Verzeichnis erschien 1785 unter dem Titel Catalogus praelectionum publice et privatim in Academia Julia Wirceburgi. Dieser wurde aber bereits im Folgejahr zu Ordnung der öffentlichen und Privatvorlesungen auf der Julius-Universität zu Würzburg geändert und bis 1803 beibehalten. Zwischen 1803 und 1838 lautete der offizielle Titel Ordnung der Vorlesungen an der Königlichen Universität Würzburg, ehe die Vorlesungsverzeichnisse dann für 2 Jahre als Verzeichniss der an der Königlichen Julius-Maximilians-Universität zu Würzburg ... zu haltenden Vorlesungen herausgegeben wurden. Von 1841 bis 1918 erschienen sie als Verzeichnis der Vorlesungen, welche an der Königlich Bayerischen Julius-Maximilians-Universität zu Würzburg ... gehalten werden. Personalbestand der Königlich Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Der Personalbezug wurde jedoch zwischen 1919 und 1929 wieder aus der Titulatur der Vorlesungen an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg gestrichen. Kurzzeitig trugen die Verzeichnisse dann den Titel Vorlesungsverzeichnis mit Personalstand der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (1930-1931) und Vorlesungsverzeichnis und Personenstand / Julius-Maximilians-Universität Würzburg (1931-1934), ehe sie zwischen 1935 und 2012 als Personal- und Vorlesungsverzeichnis / Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg publiziert wurden.

Die Suche in Bibliothekskatalogen wird durch die häufig wechselnden Titel erschwert, weshalb sie hier zusammenfassend als „Würzburger Vorlesungsverzeichnisse“ bezeichnet werden. Aus Gründen des Personen- und Urheberrechts endet die Digitalisierung der Verzeichnisse vorläufig 1945.